Eine Welt-Promotor*innen-Programm

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit der Zivilgesellschaft - gefördert von Bund und Ländern

 

PromotorInnen

Entwicklungspolitische Inlandsarbeit der Zivilgesellschaft – gefördert von Bund und Ländern.

Eine Welt-Promotor*innen bewegen. Mit Engagierten vor Ort setzen sie sich für global nachhaltige Entwicklung ein. Im eigenen Land, mit kreativen Ideen und dem Mut, neue Wege zu gehen. Denn: Globale Gerechtigkeit, Klimawandel, Ressourcenknappheit und Wirtschaftskrisen sind Herausforderungen, die Umdenken und entschlossenes Handeln im Alltag erfordern.

 

Derzeit 85 Promotor*innen stoßen entwicklungspolitische Prozesse durch Beratungs-, Vernetzungs- und Qualifizierungsmaßnahmen an und entwickeln und unterstützen Aktionen und Kampagnen für verschiedene Zielgruppen. 

Foto: J. Farys, dieprojektoren / agl


Sie unterstützen und vernetzen zivilgesellschaftliche Organisationen, Initiativen und Gruppen, die sich in der Eine Welt-Arbeit engagieren, und stellen ein professionelles und gleichsam professionalisierendes Netz der Eine Welt-Arbeit in Deutschland dar. Wichtige Ziele der Arbeit der Promotor*innen sind

  • die Bildung von Wissen, Bewusstsein, Haltungen und Kompetenzen im Hinblick auf ökologische und soziale Zukunftsfähigkeit, globale Gerechtigkeit, Menschenrechte, Antirassismus, Flucht und Migration etc.
  • die Entwicklung und das Aufzeigen von Handlungsmöglichkeiten für Engagement in der Einen Welt
  • die Förderung der politischen Partizipation, z.B. von Migrant*innen und Jugendlichen in der Eine Welt-Arbeit im Sinne von kultureller und politischer Vielfalt
  • die Initiierung und Stärkung von Netzwerken und Kooperationen
  • die Verbesserung der Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliches Engagement.

Überregional arbeiten die Promotor*innen in sieben thematischen Fachforen zusammen:

  • Globales Lernen
  • Öko-sozialer Konsum, Produktion und Lieferketten
  • Migration, Diaspora und Entwicklung
  • Umwelt, Klima und Entwicklung
  • Zivilgesellschaft und Partizipation
  • Internationale Kooperationen und Partnerschaften
  • Entwicklungspolitik in ländlichen Regionen

Globale Ziele – lokale Praxis

 

Das Promotor*innen-Programm fördert innovative Eine Welt-Ansätze in Deutschland – systematisch und praxisorientiert.

Fachpromotor*innen stärken das Wissen und die Kompetenzen zahlreicher Gruppen und Vereine, die in der schulischen und außerschulischen entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationsarbeit aktiv sind. Regionalpromotor*innen etablieren Eine Welt-Themen in ausgewählten Regionen und Kommunen. Expert*innen koordinieren die Arbeit auf Länder- und Bundesebene.

Das Programm bringt entwicklungspolitische Schwerpunkte in den Bundesländern voran und geht mit spezifischen Angeboten auf lokale Bedingungen ein. Und: Es werden neue bundesweite Themen erarbeitet sowie Impulse für politische Entscheidungsprozesse gesetzt.

 

Die Förderung

 

Neu ist: Bund und Länder finanzieren das zivilgesellschaftliche Eine Welt- Promotor*innen-Programm gemeinsam. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) übernimmt 60 Prozent der Personal-, Sach- und Verwaltungskosten. Die beteiligten Länder tragen jeweils 40 Prozent zu dem innovativen entwicklungsbezogenen Bildungsprogramm bei. Die erste Programmphase läuft von 2013 bis 2015.

In Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein werden folgende Stellen (Vollzeit und Teilzeit) gefördert:

  •  54 Fachpromotor*innen
  •  22 Regionalpromotor*innen
  •   9 Netzwerkkoordinator*innen

Hinzu kommen Mitarbeiter*innen, die in der Geschäftsstelle der agl in Berlin das Programm koordinieren. Künftig sollen in allen Bundesländern Eine Welt-Promotor*innen die entwicklungspolitische Inlandsarbeit unterstützen.

 

Die Programmstruktur

 

Träger des Programms ist ein Konsortium aus der agl, der Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). Ein Beirat berät das Konsortium bei der Steuerung. Das Eine Welt-Promotor*innen-Programm basiert auf einer föderalen und partizipativen Struktur. Die konkrete Programmumsetzung obliegt den Eine Welt-Landesnetzwerken in den Bundesländern. Sie fungieren als Koordinierungsstellen, stimmen die Programmumsetzung mit den Akteuren auf Bundesebene ab und sind Ansprechpartner*innen für die Landesregierungen.

 

Den Flyer zum Promotor*innen-Programm finden Sie hier.

 

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des

Logo BMZ

 

 

 

 

 

 

 

gemeinsam mit den Bundesländern:
Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

 

Das Rahmenkonzept

 

Konzeptionelle Grundlage des Eine Welt-Promotor*innen-Programms ist das von agl, Stiftung Nord-Süd-Brücken und dem Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) im Juli 2013 vorgelegte "Rahmenkonzept für ein bundesweites Eine Welt-Promotor*innen Programm - für eine moderne Eine Welt-Politik".