Die Kartoffel-Kampagne

Der Osnabrücker Verein Help Age will mit einer Kampagne an Restaurants und Grundschulen das Nachhaltigkeits-Potenzial der Kartoffel veranschaulichen. Geplant sind ein Aktionstag „Bunte Knolle" mit mehreren Restaurants, die unbekannte Kartoffelgerichte  aus der Ernte „experimentierfreudiger Biobauern" anbieten, sowie Kooperationen mit Grundschulen, in denen für die Lehrer ein Medienpaket vorbereitet wird. Die Urahnen aller 7500 Kartoffelsorten stammen aus Peru. Ihren Anbau in Deutschland befahl im Jahr 1756 Friedrich der Große.

 

Die Industrialisierung Europas im 19. Jahrhundert basiert auch auf dem „grünen Gold der Inkas" als billiges Grundnahrungsmittel. Doch der industrielle Anbau führte auch zum Verlust der Artenvielfalt. Die Proteste gegen die Rücknahme der beliebten Sorte „Linda" vom Markt und der wachsende Absatz von Biokartoffeln zeigen das wachsende Verbraucherinteresse an „guten Kartoffeln". Die Kartoffel-Kampagne beweist, dass Nachhaltigkeit oft viel näher liegt, als man glaubt. Manchmal liegt sie sogar auf unserem Teller.

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