agl-Erfahrungsbericht 2011: Interkulturelle Öffnung

Vor dem Hintergrund der komplexen und großen Herausforderungen, denen moderne Gesellschaften gegenüberstehen, wird auf vielen gesellschaftlichen Ebenen das Thema Interkulturelle Öffnung diskutiert. Als bundesweiter Dachverband der 16 Eine Welt-Landesnetzwerke ist sich die agl ihrer Verantwortung bezüglich der Umsetzung der interkulturellen Öffnung in den Eine Welt-Landesnetzwerken bewusst. Die agl unterstützt ihre Mitglieder in deren Engagement für eine zukunftsorientierte globale Entwicklung, die auf den Prinzipien von sozialer Gerechtigkeit, ökologischer Nachhaltigkeit, Demokratie und Partizipation beruht. In diesem Zusammenhang hat die interkulturelle Öffnung entwicklungspolitischer Arbeit in Deutschland eine Querschnittsfunktion inne und ist von großer Bedeutung.

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Umfrage zu entwicklungspolitischem Engagement von Diaspora

Als ersten konkreten größeren Schritt, hat sich das Fachforum „Diaspora, Migration und Entwicklung" die Durchführung einer Umfrage für das erste Projektjahr vorgenommen:
Ziel der Umfrage ist es, einen ersten Über- & Einblick zu erhalten über Arbeitsfelder, Organisationsstrukturen und Aktivitäten der Organisationen der Diaspora im Bereich Entwicklungszusammenarbeit. Gleichzeitig soll im Rahmen der Studie schon nach etwaigen Beratungsbedarfen und Kenntnissen der Angebote der Landesnetzwerke gefragt werden.
Die Umfrage bildet die erste Etappe eines 3-jährigen, vom BMZ geförderten Projektes zur Förderung der Vernetzung zwischen Diaspora-Organisationen mit entwicklungspolitischem Engagement und den Entwicklungspolitischen Landesnetzwerken.

Weitere Informationen über die Umfrage und ihre Ergebnisse unter "Publikationen".

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Diaspora, Migration und Entwicklung

Diasporaorganisationen in Deutschland haben eine vielfältige Praxis in Veranstaltungen zur politischen, sozialen und kulturellen Situation in Herkunftsländern und in weiteren Ländern des globalen Südens. Zudem unterhalten Diasporaorganisationen und die sog. „MigrantInnenselbstorganisationen" zahllose Nord-Süd-Partnerschaften.

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Fachforum

Seit April 2009 arbeitet das Fachforum Diaspora, Migration und Entwicklung als einer von drei bundesweiten Schwerpunkten der agl. Zur Zeit besteht das Fachforum aus den Eine Welt Landesnetzwerken Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen, Hessen, Saarland und Baden-Württemberg.
   

Ziele und Motivation

Hauptaufgaben des Schwerpunkts „Diaspora, Migration und Entwicklung" ist die Thematisierung und Begleitung einer „interkulturellen Öffnung" entwicklungspolitischer Arbeit in Deutschland (und speziell in den entwicklungspolitischen Landesnetzwerken.)

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Entwicklungsbezogene Bildungsarbeit

Entwicklungsbezogene Bildungsarbeit soll von einer stärkeren Partizipation von Diaspora profitieren, indem sich auch Menschen mit direkten Bezügen zu Ländern des Südens engagieren. Und sie wird überzeugender, wenn sie eigene diskriminierende Praktiken reflektiert und an ihnen arbeitet - wie es in diesem Projekt gemeinsam mit Diaspora-Organisationen geschehen soll.
Wir nehmen Bezug auf Konzepte Interkultureller Öffnung von Institutionen und Verbänden, auf die Praxis der Anti-Bias Arbeit und Erkenntnisse der Critical Whiteness Bewegung.
   

Unsere Leitgedanken

Ein Projekt zur stärkeren Einbindung von Diaspora muss den gleichen Maßstab auch an sich selber anlegen: Das bedeutet, MigrantInnen und Mitglieder der Diaspora so schnell wie möglich bereits im Projekt-Prozess den Rahmen zu bieten, sich auf gleicher Augenhöhe einzubringen: Welche Meinungen bestehen in der Diaspora, wie ein solcher Prozess verlaufen sollte? Wo werden Gefahren gesehen?

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Kontakt

Nadja Losse
EPN Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V.
Vilbeler Str. 36, 60313 Frankfurt/Main, Tel: 069/91395170
Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.